Proust, Marcel: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

3 Bände in Kassette
Übers.: Fischer, Bernd-Jürgen
Geb. Format 12 x 19 cm
Insg. 4325 S.
ISBN: 978-3-15-030070-1

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Viele Jahrzehnte wurde die Suche nur als ein Sittengemälde der Belle Époque gelesen, als ein Schlüsselroman der frivolen Pariser Oberschicht um 1900. Dabei geht es jedoch um Tieferliegendes: um die unaufhebbare Einbindung des Individuums in die Gesellschaft und seine Abhängigkeit von deren Entwicklung. Proust fängt sie ein, die leisen Erschütterungen und Einflüsse auf der Ebene des Unter- oder Unbewussten – und die Übersetzung von Bernd-Jürgen Fischer macht das im Deutschen auf besondere Weise erfahrbar. Seine zeitgemäße Übersetzung berücksichtigt, dass Proust auch über das Wirken der Zeit auf die Sprache nachdenkt.

Band 1: Auf dem Weg zu Swann
Erster Teil: Combray
Zweiter Teil: Eine Liebe von Swann
Dritter Teil: Ländliche Namen: Der Name

Zur Textgrundlage


Band 2: Im Schatten junger Mädchenblüte
Erster Teil: In der Welt von Madame Swann
Zweiter Teil: Ländliche Namen: Das Land

Zum zweiten Band


Band 3: Der Weg nach Guermantes
Erster Teil
Zweiter Teil: Erstes Kapitel, Zweites Kapitel

Zum dritten Band


Band 4: Sodom und Gomorrha
Erster Teil
Zweiter Teil: Erstes Kapitel, Zweites Kapitel, Drittes Kapitel, Viertes Kapitel

Zum vierten Band


Band 5: Die Gefangene (Erster Teil von Sodom und Gomorrha iii)
Erstes Kapitel
Zweites Kapitel
Drittes Kapitel

Zum fünften Band


Band 6: Die Entflohene (Zweiter Teil von Sodom und Gomorrha iii)
Erstes Kapitel
Zweites Kapitel
Drittes Kapitel
Viertes Kapitel

Zum sechsten Band


Band 7: Die wiedergefundene Zeit
Erstes Kapitel
Zweites Kapitel
Drittes Kapitel

Zum siebten Band

Marcel Proust (10.7.1871 Paris – 8.11.1922) kommt als ältester Sohn eines wohlhabenden Arzt-Ehepaares zur Welt, was ihm zeitlebens eine von ökonomischen Sorgen unbeschwerte Existenz ermöglichen wird. Bis er Mitte dreißig ist, führt er das mondäne Leben eines Dandys, danach widmet er sich ausschließlich seinem Romanwerk, an dem er bei Nacht in seinem korkgetäfelten, vom Rauch des Asthmapulvers durchzogenen Schlafzimmer am Boulevard Haussmann arbeitet. Die sieben Bände À la recherche du temps perdu kreisen um die Reflexionen eines Erzähler-Ichs über Erinnerung, Wahrheit und Bedeutung, die nur im Mittelteil des ersten Bandes Un amour de Swann (dt. Eine Liebe von Swann) durch die auktoriale Erzählung um Charles Swann unterbrochen wird. Im Frühjahr 1922 setzt Proust das Wort FIN – ENDE – unter das Manuskript des letzten Bandes Le temps retrouvé (dt. Die wiedergefundene Zeit), ein halbes Jahr später stirbt er, nur 51 Jahre alt.
Proust verkehrte im literarischen Salon Madeleine Lemaires in Paris, ein kultureller Hotspot, in dem namhafte Politiker wie Raymond Poincaré, Paul Deschanel oder Léon Bourgeois, Adelige wie Prinzessin Mathilde Bonaparte oder die Comtesse Greffulhe sowie Schriftsteller wie Jacques Bizet, Guy de Maupassant, Paul Bourget und Robert de Montesquiou zusammenkamen. In diesem Milieu lernte er auch seinen späteren Geliebten und Lebensmenschen Reynaldo Hahn kennen, mit dem ihn ein lebenslanger Briefwechsel von rund 220 Schriftstücken verbindet.

Der Übersetzer:
Bernd-Jürgen Fischer, geb. 1943, übersetzte und kommentierte in mehrjähriger Arbeit Auf der Suche nach der verlorenen Zeit sowie Briefe und Gedichte Prousts.

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