Maupassant, Guy de: Mon oncle Jules et autres contes

Maupassant, Guy de: Mon oncle Jules et autres contes

Frz. Hrsg. von Irmgard Rauthe-Welsch
Niveau B2 (GER)
101 S.
ISBN: 978-3-15-019711-0

4,40 €

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Französische Literatur in Reclams Roter Reihe: das ist der französische Originaltext – mit Worterklärungen am Fuß jeder Seite, Nachwort und Literaturhinweisen.

Für dieses Bändchen, das sich gut als Einstieg eignet, wurden aus den mehr als 300 Novellen Maupassants fünf kürzere ausgewählt, in denen es um Kinder und Jugendliche, um Kindheitserlebnisse und ihre Auswirkungen auf das spätere Leben geht: Mon oncle JulesGarçon, un bock!Un parricideAux champsLe Papa de Simon.
Maupassants Sicht der Welt ist oft pessimistisch, sein Gespür für die Verletzlichkeit der kindlich-jugendlichen Psyche wird den Leser überraschen und beeindrucken.

Französische Lektüre: Niveau B2 (GER)

Guy de Maupassant (5.8.1850 Schloss Miromesnil, Tourville-sur-Arques, Normandie – 6.7.1893 Paris) ist einer der beliebtesten französischen Novellisten des Französischen Naturalismus. Er kämpft im Deutsch-Französischen Krieg und beendet hierfür ein Jurastudium. In der kurzen Zeit seines literarischen Schaffens schreibt er beinahe 300 Novellen und mehrere Romane. Die Inspirationen zu seinen Milieustudien bezieht Maupassant quasi aus nächster Nähe: Er war bekannt für sein ausschweifendes und verschwendungssüchtiges Leben. 1977 steckt er sich mit Syphilis an. Die Symptome versucht der Schriftsteller mit massivem Drogenkonsum zu kompensieren. Nach einem Zusammenbruch am Neujahrsabend 1892 und einem missglückten Selbstmordversuch kommt er in psychiatrischen Gewahrsam. 18 Monate später stirbt Maupassant in geistiger Umnachtung.
Kernthema Maupassants ist die Offenlegung gesellschaftlicher Missstände: Bereits mit seinem ersten durchschlagenden Erfolg – der Novelle Boule de suif (dt. Fettklößchen) – stellt Maupassant der ehrlichen (und etwas korpulenten) Prostituierten Boule de suif ein in Selbstherrlichkeit versinkendes und verlogenes französisches Bürgertum entgegen. In Bel-Ami lässt Maupassant den mittellosen und wenig talentierten Unteroffizieren Georges Duroy auf unehrliche Weise an die Spitze der Gesellschaft aufsteigen.

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