Kafka, Franz: Die Verwandlung.
Textausgabe mit Kommentar und Materialien

Reclam XL – Text und Kontext
Hrsg.: Kellermann, Ralf
Format: 11,4 x 17 cm
108 S. 6 Abb.
ISBN: 978-3-15-019125-5

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Klassenlektüre und Textarbeit einfach gemacht: Die Reihe »Reclam XL – Text und Kontext« erfüllt alle Anforderungen an Schullektüre und Bedürfnisse des Deutschunterrichts:
* Das Format ist größer als die gelben Klassiker der Universal-Bibliothek, mit ausreichend Platz für Notizen am Seitenrand.
* Schwierige Wörter werden am Fuß jeder Seite erklärt, ausführlichere Wort- und Sacherläuterungen stehen im Anhang.
* Zusatz-Materialien im Anhang erleichtern das Verständnis des Werkes und liefern Impulse für Diskussionen im Unterricht: zu Quellen und Stoff, Biographie des Autors, Epoche und Rezeptionsgeschichte.

»Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.« Schon der erste Satz aus Kafkas berühmter Erzählung vermittelt schlagartig die Irritation, die sich in das Verhältnis zur empirischen Wirklichkeit eingeschlichen hat, die die problematische Schnittstelle äußerer und innerer Realitäten bestimmt.

Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit den gelben Ausgaben der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar – es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.

Die Verwandlung

Anhang

1. Zur Textgestalt

2. Anmerkungen

3. Leben und Zeit: Nähe und Abstand zwischen Kafka Leben und dem Schicksal Gregor Samsas
3.1 Zeittafel
3.2 Aus einem Gespräch zwischen Kafka und Gustav Janouch
3.3 Hartmut Binder: Parallelen zwischen Kafka und der Figur Gregor Samsa
3.4 Aus Kafkas Brief an den Vater

4. Interpretationsansätze I: Freuds Thesen über den Ödipuskomplex (Vater-Sohn-Konflikt)
4.1 Freud über den Ödipuskomplex
4.2 Zur Anwendung von Freuds Thesen auf die Verwandlung
4.3 Deleuze und Guattari: Ein »allzu großer Ödipus«?

5. Interpretationsansätze II: Die Familie als System und die Verwandlung als abstrakte Aussage über die »Politik der Familie«
5.1 Watzlawick: Die Familie als System

6. Die Gestalt des Käfers
6.1 Bilderverbot: Ein Brief Kafkas an den Verleger Kurt Wolff vom 25. Oktober 1915

7. Die Verwandlung vor dem Hintergrund einer Tradition literarisch gestalteter Verwandlungen
7.1 Eine Verwandlung in der griechisch-römischen Mythologie: Das Schicksal der Meduse
7.2 Tabellarische Übersicht über Form und Ursachen verschiedener Verwandlungen in der antiken Mythologie (Auszug)

8. Gattung: Phantastische oder absurde Literatur
8.1 Das Phantastische der Verwandlung im Unterschied zu Fantasy und Science Fiction: Das besondere des Käfers
8.2 Phantastische Literatur: Simon Spiegel über Tzvetan Todorov
8.3 Kafka als Vertreter einer neuen Phantastik?
8.4 Ein Klassiker der Phantastik: Gogols Nase
8.5 Absurde Dichtung: Daniil Charms, Blaues Heft Nr. 10

9. Interpretationsansätze III: Der unsagbare Konflikt zwischen Anpassungsdruck und Autonomiewunsch. Eine philosophische Deutung

10. Stil: Die Sprache der Erzählung
10.1 Vladimir Nabokov: Beobachtungen zu Kafkas Stil
10.2 Das Darstellungsmittel der erlebten Rede

11. Literaturhinweise
11.1 Über Kafkas Leben und Werke
11.2 Interpretationen der Verwandlung



Franz Kafka (3. 7. 1883 Prag – 3. 6. 1924 Kierling bei Klosterneuburg) studierte nach dem Abitur Jura an der Deutschen Universität Prag und wurde 1906 promoviert. Im Brotberuf Versicherungsjurist widmete sich Kafka seiner schriftstellerischen Tätigkeit in der Regel nachts. Seine erste große Erzählung »Das Urteil« (1912) bedeutete den Durchbruch zu einem eigenen Erzählstil, der von präzise-realistischen Detailschilderungen und einer phantastisch-grotesken Verfremdung der Realität gekennzeichnet ist. Kafkas unverwechselbarer Stil wird mit dem eigens geprägten Begriff ›kafkaesk‹ beschrieben. Kafka starb im Alter von 40 Jahren an Tuberkulose.

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