Benjamin, Walter: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

Benjamin, Walter: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit.

Mit Ergänzungen aus der Ersten und Zweiten Fassung
Hrsg., Komm. und Nachwort: Lindner, Burkhardt
118 S.
ISBN: 978-3-15-018830-9

4,00 €

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Als Walter Benjamin diesen Aufsatz 1936 im Pariser Exil in französischer Übersetzung publizierte, blieb das erhoffte Echo aus. Inzwischen gehört er zum Kanon der Ästhetik, der Medienwissenschaft und der politischen Theorie. Die Abhandlung, die in ihrem Kern von einer weltgeschichtlichen Krise der Tradition handelt, hat paradoxerweise den Status eines klassischen Textes gewonnen, der selbst zum festen Bestand der Überlieferung gehört. Der Text der vorliegenden Ausgabe wurde am Nachlass überprüft. Besonders interessante Alternativversionen einiger Abschnitte werden im Anhang wiedergegeben. Ein Zeilenkommentar und ein Nachwort geben wertvolle Verständnishilfen.

Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

Vorwort

Kapitel I bis XV

Nachwort

Anhang: Ergänzungen aus früheren Fassungen

Zu dieser Ausgabe
Anmerkungen
Nachwort


Walter Benjamin (15.7.1892 Berlin – 26.9.1940 Port Bou, Spanien) entstammte einer jüdisch-großbürgerlichen Familie und war ein deutscher Philosoph, Kulturkritiker und Übersetzer. Die Philosophie Walter Benjamins ist geprägt durch seine Beschäftigung mit der marxistischen Geschichtstheorie sowie durch den Kontakt zu Bertolt Brecht, Theodor W. Adorno oder Max Horkheimer. Ein Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte in Freiburg, Berlin, München und Bern beendet Benjamin 1919 mit einer Promotion über den Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik. Seine Habilitationsschrift wird zurückgewiesen, woraufhin er journalistisch für Zeitungen und Radioanstalten tätig wird. Mithilfe eines Stipendiums emigriert Benjamin 1933 nach Paris. 1940 geht er nach Marseille und versucht, vor dem Nationalsozialismus über die spanische Grenze zu flüchten, wo er zurückgewiesen wird. Benjamin nimmt sich daraufhin das Leben.
Benjamin verknüpft in seinem im Pariser Exil entstandenen Aufsatz Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit Marxismus und Kunsttheorie. In der Rolle als philosophisch-literarischer ›Flaneur‹ skizziert Benjamin in seinem Fragment gebliebenen und als Passagen-Werk (eine Auswahl trägt den Namen Passagen, Durchgänge, Übergänge) bekannten Werk ein von Kapitalismus geprägtes Paris anhand einer Collage aus Notizen, Zitaten und Exzerpten. Ähnlich skizzenhaft und prosaisch ist die 1950 posthum von Adorno veröffentlichte Textsammlung Berliner Kindheit um neunzehnhundert, in der Benjamin im bruchstückhaften Nebeneinander der einzelnen Textabschnitte seine Kindheit in Westberlin Revue passieren lässt. Als gefragter Kulturkritiker veröffentlicht Benjamin etwa über Wolfgang Goethe, Franz Kafka, Marcel Proust, Charles-Pierre Baudelaire oder den Surrealismus. Weitere bekannte wissenschaftliche Abhandlungen sind Zur Kritik der Gewalt und Über den Begriff der Geschichte.

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