Mann, Heinrich: Der Untertan

Roman. Illustriert von Arne Jysch
Hrsg. von Werner Bellmann
Nachw. von Andrea Bartl
Geb. mit Schutzumschlag, Fadenheftung, Lesebändchen.
Format 16 x 24 cm
494 S. 25 Ill. 7 Abb.
ISBN: 978-3-15-011326-4

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Sollte es einmal einen Preis für den widerlichsten Protagonisten eines Romans geben, würde Diederich Heßling ohne Zweifel weit vorne landen. Heinrich Mann erzählt in seinem satirischen Roman die Geschichte Heßlings – eine typische Karriere im Kaiserreich vor dem Ersten Weltkrieg: Als Kind vom Vater gedemütigt, findet Heßling seinen Platz im bierseligen Kollektiv einer Burschenschaft und wird schließlich zum skrupellosen Fabrik-Erben, der nach oben buckelt und nach unten tritt. – Heßling ist das Paradebeispiel eines feigen Opportunisten, eine »Vorgestalt des Nazi«, wie Mann später sagte.
Arne Jysch illustriert nicht nur die zentralen Szenen und Figuren des Romans. Er fängt die gesellschaftlichen Eigenheiten, die Stimmungen und Spannungen des Wilhelminischen Deutschlands präzise ein und schafft eindringliche Bilder von filmischer Kraft.
Nachwort und ausführlicher Kommentar runden die bibliophile Ausgabe ab und schlüsseln die geistesgeschichtlichen und politischen Hintergründe auf.

Heinrich Mann_Der  Untertan_Arne Jysch

Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI

Anhang
Anmerkungen
Zu dieser Ausgabe
Literaturhinweise
Abbildungsverzeichnis

Der Untertan – Klassiker und hochaktuell
Von Andrea Bartl

Heinrich Mann, geb. 1871 in Lübeck, vollendete Der Untertan im Jahr 1914, nur einen Monat vor Beginn des Ersten Weltkriegs. 1933 emigrierte er nach Frankreich, später in die USA. 1949 plante er seine Rückkehr nach Deutschland (Ost-Berlin), starb aber 1950 noch in Santa Monica / Kalifornien.

Der Illustrator:
Arne Jysch, geb. 1973, studierte in Hamburg und Potsdam Kommunikationsdesign und Animation. Er lebt in Berlin und arbeitet als Storyboard Artist, Comiczeichner und Dozent an der Filmuniversität Babelsberg. Seine Graphic Novel Der nasse Fisch zum Krimi von Volker Kutscher ist ein großer Erfolg.

Andrea Bartl im Interview zu dieser Untertan-Ausgabe im Deutschlandfunk

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(HÖRZU, 01.04.2021)

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(Alexander Košenina, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2021)

»Es ist durchaus lohnenswert, diesen Klassiker neu zu lesen. Ein einordnendes Nachwort liefert die Literaturwissenschaftlerin Andrea Bartl und die Illustrationen stammen von dem Comic-Zeichner und Storyboard-Artisten Arne Jysch, der sich an der Wolfgang Staudte-Verfilmung orientiert und in seinen Illustrationen das Szenische und Filmische, das der Roman hat, kongenial aufnimmt.«
(Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 26.03.2021)