Seneca, Lucius Annaeus: De otio / Über die Muße. De providentia / Über die Vorsehung

Seneca: De otio / Über die Muße. De providentia / Über die Vorsehung

Lat./Dt.
Übers. u. Hrsg.: Krüger, Gerhard
85 S.
ISBN: 978-3-15-009610-9

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Zwei kurze (teilweise fragmentarische) Dialoge aus Senecas letzten Jahren. Obwohl die Stoiker sonst das Tätigsein zur Lebensmaxime erheben, hat auch die Muße ihren guten Sinn, weil sie den Menschen frei macht für die Erkenntnis des Wahren und Guten und ihn so der Vollkommenheit näherbringt (De otio). Gottes Güte zeigt sich in der Vorsehung, die dem Menschen auch harte Prüfungen und Leiden auferlegen kann, um ihn zum bonus vir zu machen (De providentia).

Seneca (Lucius Annaeus Seneca, auch Seneca der Jüngere genannt, zwischen 4 v. Chr. und 1 n. Chr. Cordova/Cordoba – April 65 n. Chr. bei Rom) war unter den Kaisern Caligula und Claudius als Anwalt, Quästor und Senator tätig. Im Jahre 41 ins Exil nach Korsika geschickt, wurde er acht Jahre später zur Erziehung Neros nach Rom zurückberufen. Als Dichter beschäftigt sich Seneca in Medea, Oedipus und sieben weiteren Tragödien mit Stoffen aus dem griechischen Sagenkreis. Mit Apocolocyntosis (Die Verkürbissung des Kaisers Claudius) gelingt ihm ein bissiges und scharfzüngiges Pamphlet gegen Claudius, der ihn ins korsische Exil geschickt hatte. Als Philosoph vertritt er in seinen Briefen Epistulae morales ad Lucilius (Briefe an Lucilius über Ethik) sowie in seinen Abhandlungen, beispielsweise De vita beata (Vom glücklichen Leben) oder De tranquillitate animi (Von der Ausgeglichenheit der Seele) die Lehre der Stoa, die Leben und Tod mit Genügsamkeit, Weisheit und Gleichmütigkeit entgegentritt. In diesem Geist erscheint auch Senecas Ableben, wie es der Historiker Tacitus in seinen Annalen beschreibt: Seneca wird von Nero, der dem Lehrer zusehends entglitten war, der Teilnahme an der Pisonischen Verschwörung beschuldigt und zum Selbstmord gedrängt – einem Befehl, dem der Philosoph laut Tacitus stoisch Folge leistete.

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