Bonaventura (d.i.: E.A.F. Klingemann): Nachtwachen

Bonaventura: Nachtwachen

Hrsg.: Paulsen, Wolfgang. 188 S.
ISBN: 978-3-15-008926-2

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Im Anhang: Des Teufels Taschenbuch

Ernst August Klingemann (Pseud. Bonaventura), 31. 8. 1777 Braunschweig – 25. 1. 1831 ebd.
Der Sohn eines Kopisten ging 1798 zum Studium der Rechte nach Jena und fand Kontakt zu den Frühromantikern. Gemeinsam mit C. Brentano begann er die Zeitschrift Memnon (1800), die es allerdings nur auf einen Band brachte. Ohne Examen kehrte er 1801 nach Braunschweig zurück, lebte als freier Schriftsteller, heiratete eine Schauspielerin, wurde Oberregisseur und schließlich Mitdirektor eines Schauspielunternehmens (1814), das sich zum Braunschweiger Nationaltheater (1818) und schließlich Hoftheater (1826) entwickelte. Den Rang des von K. geleiteten Theaters belegt die Uraufführung von Goethes Faust (19. 1. 1829). K. schrieb viel gespielte Theaterstücke; er bevorzugte dabei große historische Stoffe (u. a. Heinrich der Löwe, Martin Luther, Cromwell, Columbus), versuchte sich aber auch an einem Faustdrama. Daneben arbeitete er als Rezensent für die Zeitung für die elegante Welt. Erst spät wurde er als Verfasser des unter dem Pseudonym Bonaventura veröffentlichten satirischen Romans Nachtwachen identifiziert. Das Werk ist aggressive Zeit- und Gesellschaftssatire und Dokument nihilistischer Weltinterpretation, die als Konsequenz der zeitgenössischen idealistischen Philosophie und als Symptom einer allgemeinen Krise erscheint.

In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

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