Schwitters, Kurt:

Schwitters, Kurt: "Eile ist des Witzes Weile"

Eine Auswahl aus den Texten. Hrsg.: Weiss, Christina; Riha, Karl. 160 S. 21 Abb.
ISBN: 978-3-15-008392-5

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I Zur Person: Biographisches und Topographisches
Kurze Lebensbeschreibung
Hannover
Meine Wiedergeburt
Das Leben ist eine herrliche Erfindung
Vater Rhein
Dritter Prager Brief
Nebel in Bern
Basel
My Art and my Life
Schwandate
Sie sandten mir eine Aufforderung
On the Bench
In der Gegend des Paradieses

II Texte: Von »Anna Blume« und der »Welt voll Irrsinn «. übers »Alphabet von hinten« und das »i-Gedieht« z um »Onkel Heini-Schlager « und » Obervogelsang «
Ich sing mein Lied
Schicksal
Ich werde gegangen. Gedicht
Welt voll Irrsinn
An Anna Blume
Nennen Sie es Ausschlachtung
Simultangedicht kaa gee dee
Kurt Schwitters an den Schweizer Dadaisten Arp. Brombeeren (2)
Kurt Schwitters an Arp. (Brombeeren)
Banalitäten aus dem Chinesischen
An das Proletariat Berlins! Durchgangsverkehr
Cigarren (elementar)
Das i-Gedieht
Alphabet von hinten
Z A (elenientar)
Zwölf
Gedicht
Gesetztes Bildgedicht
Altes Lautgedicht
Wand
Stumm
Personenzug
Rede Alves Bäsenstiels (aus Franz Müllers Drahtfrühling)
Kümmernisspiele
A.M
Was ist Wahnsinn
Die Scheuche Auszug
Der eine und der andere
Wie man gratis in ein Kino kommt
Und
Internatioale Euligkeit
Negnurhekmu
Wahrheit
Mein neues Hut
Doppelmoppel
Onkel Heini-Schlager
Unter uns Kollegen
Zahlen (zweistimmiges gedieht)
Märchen
Normaler Irrsinn
Veilchen
Kleines Gedicht für große Stotterer
Einfach fabelhaft
Bombenangriff
Aus dem Land des Irrsinns- Einleitung
Wenn jemand unliniert ist
Wir leben 25 Minuten zu spät
Eisenbahn
Die Nixe. Ballade
So, so!-
Perhaps Strange
Das viereckige Luftloch
Die Schneewigkeit
What ab what ab what a beauty
Sie puppt mit Puppen
Opinion
Die W ut des Niesens / The Fury of Sneezing
PIN
Der Schürm
Obervogelsang

III Manifeste: Sturm- Dada- Merz
Aufruf! (einEpos)
1 Die Merzbühne
Das große Dadagluten (Eine Leichenfeier.)
Wählt Anna Blume
Was Kunst ist; eine Regel für große Kritiker
Tran Nr. 14. Herr Dr. Frosch hungert den Geist aus
Tran Nummer 16. Das Leben auf blindem Fuße
Kritiker. Tran 27
Die Raddadistenmaschine
Sauberkeit (Für Leute, die es noch nicht wissen)
i (Ein Manifest)
Die Bedeutung des Merzgedankens in der Welt
Manifest Proletkunst
Banalitäten ( 4)
Dadaismus in Holland - Auszug
Dadaisten. Dadaisten - Auszug
Sprache
Was Kunst ist, wissen Sie
Nennen Sie es Zufall
Kitsch und Dilettantismus
plastische schreibung
der ring neue werhegestalter
Betrachtungen - 3
Der Ursprung von Merz
Die Gazelle zittert

Zu dieser Ausgabe
Nachwort

Kurt Schwitters, 20. 6. 1887 Hannover – 8. 1. 1948 Kendal (England).
Nach dem Abitur 1908 studierte Sch., dessen Eltern ein Modegeschäft besaßen, zunächst an der Kunstgewerbeschule Hannover, dann 1909–14 an der Akademie der bildenden Künste in Dresden. Im Krieg setzte man ihn, da untauglich, 1917 als Zeichner in einer Maschinenfabrik ein. 1918 wurden Werke von Sch. zum ersten Mal ausgestellt (in H. Waldens »Sturm«-Galerie). Zeitweise arbeitete Sch. als Werbeberater für Firmen und die Stadt Hannover, wo er bis zu seiner Emigration (1937 Norwegen, seit 1940 England) in seinem Elternhaus wohnte. Im Dritten Reich wurden seine Bücher verbrannt, seine Bilder als »entartete Kunst« vorgeführt. Ausgangspunkt seiner Arbeiten war die Avantgarde seiner Zeit mit ihrer Forderung einer Verbindung von Leben und Kunst. Sch. erfand für seine Aktivitäten auf dem Gebiet der Literatur und der bildenden Kunst die Bezeichnung »MERZ«, gebildet aus der zweiten Silbe des Wortes Kommerz. Literarisch orientierte er sich zunächst am Expressionismus, v. a. an der »Wortkunst« A. Stramms, erschloss sich aber dann durch experimentelle Textmontagen und -collagen, visuelle Texte und (virtuos auf Rezitationsabenden vorgetragene) Lautgedichte (z. B. Ursonate) neue Formen. Seine Arbeiten zeigen Affinitäten zum Dadaismus; den Berliner Dadaisten war er allerdings zu unpolitisch. Charakteristisch für die MERZ-Kunst ist die Montage vorgefundener, disparater Materialien; sie verbindet und variiert die an sich banalen Elemente nach immer neuen Organisationsprinzipien zu autonomen Kunstgebilden. Eine andere Möglichkeit besteht in der Reduktion des dichterischen Gebildes auf einen einzigen Buchstaben (verwirklicht im ›i-Gedicht‹). Sein neben der Ursonate bekanntestes literarisches Werk ist das Gedicht An Anna Blume, dessen fiktive Adressatin mehreren Gedicht- bzw. Textsammlungen den Namen gab. Mit den MERZ-Heften (1923–32) schuf er sich ein eigenes Forum für seine Arbeit.

In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

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