Grimm, Brüder: Deutsche Sagen

Grimm, Brüder: Deutsche Sagen

Hrsg., Ausw. u. Einl.: Gerstner, Hermann. 160 S.
ISBN: 978-3-15-006806-9

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Neben den berühmten Kinder- und Hausmärchen sammelten die Brüder Grimm die stärker auf schriftlichen Quellen beruhenden Deutschen Sagen. Der vorliegende Band bietet daraus eine Auswahl der schönsten und interessantesten Sagen.

Einleitung

Örtliche Sagen
Die drei Bergleute im Kuttenberg
Der Bergmönch im Harz
Frau Holla und der treue Eckart
Die Springwurzel
Das Riesenspielzeug
Friedrich Rotbart auf dem Kyffhäuser
Kaiser Kar! im Unterberg
Des kleinen Volks Hochzeitfest
Der einkehrende Zwerg
Der Wassermann und der Bauer
Der Döngessee
Mummelsee
Der Bauer mit seinem Kobold
Der Kobold in der Mühle
König Grünewald
Johann von Passau
Das Dorf am Meer
Die Fundgrübner
Der quillende Brunnen
Der Liebenbach
Der Glockenguß zu Breslau
Der Glockenguß zu Attendorn
Johann Hübner
Eppela Gaila
Der heil. Niklas und der Dieb
Der Riesenfinger
Die Füße der Zwerge
Die Heilingszwerge
Der Abzug des Zwergvolks über die Brücke
Der Tannhäuser
Geistermahl
Der heilige Winfried
Die Teufelsmühle
Die Sachsenhäuser Brücke zu Frankfurt
Der Lügenstein
Der Dom zu Köln
Der Werwolfstein
Winkelried und der Lindwurm
Der Krötenstuhl
Die Wiesenjungfrau
Die Bauern zu Kalbeck
Frau Hütt
Der Frauensand
Der Binger Mäuseturm
Das Bubenried
Die Kinder zu Hameln
Der herumziehende Jäger
Doppelte Gestalt
Frau Berta oder die weiße Frau
Der Grenzlauf
Bamberger Waage
Der Hirt auf dem Kyffhäuser
Der Gemsjäger
Der ewige Jäger
Hans Jagenteufel
Der Roßtrapp
Hans Heilings Felsen
Die Jungfrau mit dem Bart
Der Krämer und die Maus
Die Pferde aus dem Bodenloch
Gottes Speise
Geschichtliche Sagen
Des Königs Grab
Sage von Gelimer
Gelimer in silberner Kette
Das Kriegsschwert
Die Störche
Der Fisch auf der Tafel
Totila versucht den Heiligen
Der Langobarden Ausgang
Sage von Gambara und den Langbärten
Alboin wird dem Audoin tischfähig
Alboin gewinnt Ticinum
Sage vom König Authari
Der Kirchenkrug
Sage von Artalus dem Pferdeknecht und Leo dem Küchenjungen
Der schlafende König
Der kommende Wald und die klingenden Schellen
Die zwei gleichen Söhne
Der Hahnenkampf
Karls Heimkehr aus Ungarland
Der lombardische Spielmann
Der eiserne Karl
Adelgis
Wirtekinds Taufe
Erbauung Frankfurts
Eginhart und Imma
Der Kaiserund die Schlange
Der Rosenstrauch zu Bildesheim
Königin Adelheid
Otto mit dem Bart
Das Rad im Mainzer Wappen
Die Grafen von Eberstein
Otto III. in Karls Grabe
Der Dom zu Bamberg
Die Weiber zu Weinsberg
Diez Schwinburg
Herzog Friedrich und Leopold von Österreich
Rudolf von Strättlingen
Die Ochsen auf dem Acker zu Melchtal
Der Bund in Rütli
Wilhelm Tell
Heinrich der Löwe
Graf Hubert von Calw
Der Mann im Pflug
Siegfried und Genofeva
Lohengrin zu Brabam
Der hartgeschmiedete Landgraf
Ludwig ackert mit seinen Adligen
Ludwig baut eine Mauer
Der Wartburger Krieg
Doktor Luther zu Wartburg
Die Vermählung der Kinder Ludwig und Elisabeth
Otto der Schütze
Landgraf Philips und die Bauersfrau
In Ketten aufhängen
Landgraf Moritz von Hessen
Brot und Salz segnet Gott

Zum Text
Literaturhinweise

Jacob Grimm, 4. 1. 1785 Hanau – 20. 9. 1863 Berlin.
Der Sohn eines Juristen studierte nach der Schulzeit in Kassel ab 1802 Jura in Marburg, war dann nach einer Parisreise mit Friedrich Carl v. Savigny von 1806 an Verwaltungsbeamter in Kassel und wurde nach den Befreiungskriegen 1814–15 mit diplomatischen Aufgaben in Paris und Wien betraut. 1816 erhielt er – wie zwei Jahre zuvor sein Bruder Wilhelm – eine Stelle an der Kurfürstlichen Bibliothek in Kassel. 1830 ging G. als Professor und Bibliothekar an die Universität Göttingen, wurde jedoch als einer der »Göttinger Sieben« 1837 nach einem Protest gegen die Aufhebung der Verfassung durch den neuen König von Hannover seines Amtes enthoben. Nach einer Übergangszeit in Kassel wurde er mit seinem Bruder Wilhelm nach Berlin berufen. 1848 war er Abgeordneter im Frankfurter Paulskirchen-Parlament. Die Brüder G. verstanden ihr schriftstellerisches und wissenschaftliches Werk als nationale, identitätsstiftende Unternehmung. Das galt im Einklang mit A. v. Arnim und C. Brentano für die Bemühungen um die Volkspoesie ebenso wie für die wissenschaftliche Arbeit. G.s Bedeutung liegt dabei neben der gemeinsamen Sammeltätigkeit (Märchen, Sagen) mit Wilhelm v. a. auf dem Gebiet der Sprachwissenschaft. Die erste Lieferung des größten Projekts, des Deutschen Wörterbuchs, erschien 1852. Abgeschlossen wurde es 1961.

Wilhelm Grimm, 24. 2. 1786 Hanau – 16. 12. 1859 Berlin.
Der Sohn eines Juristen studierte nach der Schulzeit in Kassel von 1803 bis 1806 Jura in Marburg, lebte dann als Privatgelehrter in Kassel, bis er hier 1814 eine Stelle an der Kurfürstlichen Bibliothek erhielt. 1830 ging G. als Bibliothekar (seit 1831 a. o. Prof., 1835 o. Prof.) an die Universität Göttingen, wurde jedoch als einer der »Göttinger Sieben« 1837 nach einem Protest gegen die Aufhebung der Verfassung durch den neuen König von Hannover seines Amtes enthoben. Nach einer Übergangszeit in Kassel wurde er mit seinem Bruder Jacob nach Berlin berufen. Die Brüder G. verstanden ihr schriftstellerisches und wissenschaftliches Werk als nationale, identitätsstiftende Unternehmung. Das galt im Einklang mit A. v. Arnim und C. Brentano für die Bemühungen um die Volkspoesie ebenso wie für die wissenschaftliche Arbeit. G. legte wichtige wissenschaftliche Ausgaben mhd. Texte vor; sein Buch über Die Deutsche Heldensage wurde ein wissenschaftliches Standardwerk. Sein Name ist jedoch v. a. mit den Kinder- und Hausmärchen verbunden, die ihren besonderen Märchenton erst durch seine Bearbeitung der Texte von der zweiten Auflage an erhielten.

In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

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