Keller, Gottfried: Pankraz, der Schmoller

Keller, Gottfried: Pankraz, der Schmoller

Anm. u. Nachw.: Neumann, Bernd. 85 S.
ISBN: 978-3-15-006171-8

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Pankraz der Schmoller, die erste Novelle des Seldwyla-Zyklus, schildert den Weg des Helden vom romantischen Träumer zum realitätsgerechten Zeitgenossen. Aber bedeutet diese Durchsetzung des prosaischen Weltzustands schon, daß es sich bei Pankraz‘ Bekehrung um eine vorbildliche Mensch-Werdung handelt?

Gottfried Keller (19.7.1819 Zürich – 15.7.1890 Zürich) absolvierte eine Lehre als Vedutenmaler, studierte an der Münchner Kunstakademie, später Philosophie in Heidelberg. 1855 kehrte er in die Schweiz zurück und lebte zunächst ohne Einkommen bei seiner Mutter und seiner Schwester Regula, bis er 1861 Erster Stadtschreiber des Kantons Zürich wurde und ab 1876 als freier Schriftsteller lebte. Kellers Werke werden dem bürgerlichen Realismus zugeordnet, sein autobiographisch geprägter Roman Der grüne Heinrich führt die Tradition des Bildungsromans in skeptischer Weise weiter, sein bekanntester Novellen-Zyklus Die Leute von Seldwyla verbindet im »Keller-Ton« (den Ausdruck prägte Theodor Fontane) Realismus mit humorvoller Satire.

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