Lenz, Jakob Michael Reinhold: Die Soldaten

Lenz, Jakob Michael Reinhold: Die Soldaten

Eine Komödie
Anm.: Krämer, Herbert
Nachwort: Windfuhr, Manfred
89 S.
ISBN: 978-3-15-005899-2

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Anders als in vielen Stücken des Sturm und Drang findet man bei Lenz keine tragisch-idealistischen Titanen, sondern realistisch gezeichnete Durchschnitts- und Alltagsmenschen. Besonders in Die Soldaten erlaubte Lenz sich im Namen volkssprachlicher ›Natürlichkeit‹ grammatische und stilistische Freiheiten, die zu der Zeit weder als literatur- noch als bühnenfähig galten – und erwies sich so als zukunftsträchtiger und außerordentlich moderner Autor.

Jakob Michael Reinhold Lenz (23.1.1751 Seßwegen [Casvaine, Livland] – 4.6.1792 Moskau), Sohn eines Pfarrers, wird mit seinen Werken dem Sturm und Drang zugerechnet. Nach einem vernachlässigten, später abgebrochenen Theologie-Studium, bei dem er lieber Kants Vorlesungen lauscht und sich mit dem Lesen und Schreiben von Literatur beschäftigt, entscheidet sich Lenz 1774 für die Arbeit als freier Schriftsteller. Diese sollte ohne große Erfolge bleiben. Lenz gilt seinem Umfeld als exzentrisch: Wird er noch 1776 von Goethe nach Weimar bestellt, so muss er die Stadt bereits wenige Monate später nach einem nicht näher überlieferten Zwischenfall wieder verlassen. Sein ohnehin prekärer Geisteszustand verschlimmert sich. Der Pfarrer Johann Friedrich Oberlin nimmt ihn in seine Obhut. Dessen Krankenakte dient später Georg Büchner als Vorlage für Lenz. Lenz arbeitet sich in seinen Dramen Der Hofmeister und Die Soldaten am Widerspruch ständischer Verhaltensregeln und freier Sexualität ab. Einen eigensinnigen ›Lösungsansatz‹ dieser Problematik für das Militär bietet er in seiner theoretischen Schrift Über die Soldatenehen.

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