Rückert, Friedrich: Gedichte

Rückert, Friedrich: Gedichte

Hrsg.: Schmitz, Walther
336 S.
ISBN: 978-3-15-003672-3

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Friedrich Rückert, 16. 5. 1788 Schweinfurt – 31. 1. 1866 Neuses bei Coburg.
Der aus einer fränkischen Juristenfamilie stammende R. studierte 1805–09 Philologie in Würzburg und Heidelberg. 1811 promovierte er in Jena und hielt dort als Privatdozent Vorlesungen. Von 1812 an lebte er als Privatgelehrter, arbeitete zeitweise als Redakteur bei Cotta und lernte führende Literaten kennen. Nach einer Romreise (1817–18) studierte er in Wien bei Joseph v. Hammer-Purgstall orientalische Sprachen und ließ sich dann in Coburg nieder (1820–25). 1826–41 hatte er eine Professur für Orientalistik in Erlangen inne, 1841–48 lehrte er in Berlin, wobei er seinen Lehrverpflichtungen nur begrenzt nachkam. Von 1848 bis 1866 lebte R. auf seinem Landgut Neuses bei Coburg. R. war als Dichter und Übersetzer ungemein fruchtbar. Aus seinem lyrischen Schaffen (er brachte es auf weit über 10 000 Gedichte) ragen die 1812 entstandenen Amaryllis-Sonette und die Geharnischten Sonette von 1814 hervor. Das bedeutende nachromantische Spätwerk ist z. T. noch unveröffentlicht. Seine Kindertodtenlieder, 1833–34 nach dem Tod seiner beiden jüngsten Kinder entstanden, wurden erst postum gedruckt und blieben in der Vertonung Gustav Mahlers gegenwärtig. Seine großen metrischen Kenntnisse und Fertigkeiten bewies R. in zahlreichen Gedichten nach klassischen Versmaßen und in Nachbildungen orientalischer Formen (Ghasel). Eine Summe seines Denkens und seiner Lesefrüchte aus Orient und Okzident bietet das epigrammatische, großenteils in Alexandrinern gehaltene »Lehrgedicht in Bruchstücken« Die Weisheit des Brahmanen. Zahlreiche freie Nachdichtungen und Übertragungen von Texten aus dem Persischen, Arabischen und Indischen unterstreichen seine Bedeutung als Orientalist. Eine Napoleontrilogie aus der Zeit der Freiheitskriege und in den 40er-Jahren entstandene Dramen mit welthistorischem Anspruch zeigen seinen (hier eher fehlgeleiteten) dichterischen Ehrgeiz.

In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

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