Thüring von Ringoltingen: Melusine

Thüring von Ringoltingen: Melusine

In der Fassung des Buchs der Liebe (1587). Hrsg.: Roloff, Hans-Gert. 176 S. 22 Abb.
ISBN: 978-3-15-001484-4

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Thüring von Ringoltingens Melusine, die 1456 in Bern entstanden ist, zählt zu den frühesten und vom Stofflichen her interessantesten Beispielen der damals sich bildenden Gattung des Prosaromans. Die Historie von der schönen Melusine, die sich des Samstags stets in eine Meerfrau zurückzuverwandeln pflegt, gehört in den großen Komplex jener Geschichten, die von der Verbindung eines Menschen mit einem übernatürlichen Wesen erzählen.

Thüring von Ringoltingen, um 1415 Bern (?) – 1483 (?).
Der aus einer zum Berner Stadtadel aufgestiegenen, ursprünglich bäuerlichen Familie stammende Th. gehörte seit 1435 dem Großen Rat an, war von 1448 bis 1456 Pfleger des Berner Münsterbaus und ab 1458 mehrfach Schultheiß. Im Streit zwischen Adel und Bürgern 1470 wurde er aus der Stadt verwiesen. Th. ist Verfasser des frühnhd. Prosaromans Melusine, den er 1456 auf der Grundlage einer frz. Versbearbeitung des Stoffes abschloss. Dabei ist, wie in der frz. Vorlage, das Melusinenmärchen mit der Geschichte des Hauses von Lusignan (bei Poitiers) verbunden und christlich-moralisierend gedeutet. Der erste Druck des äußerst erfolgreichen Werkes erschien 1474; zahlreiche Melusinendichtungen und -opern schlossen sich bis ins 20. Jh. an.

In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

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